Flottenmanagement

Autos sind für manche Geschäfte ein Muss

Von Jens Bartels · 2014

Die Ausgestaltung eines Mobilitätskonzeptes ist für Unternehmen gar nicht so einfach. Eine wichtige Rolle bei den Überlegungen spielt der eigene Firmensitz sowie die Standorte der Kunden und Lieferanten. Unter Umständen kann dann auch die Unterhaltung einer eigenen Firmen-Fahrzeugflotte ein unverzichtbarer Baustein der Lösung sein.

Die nächste Geschäftsreise steht an, es geht um den Besuch eines Kunden in Hamburg. Nur kurz muss der Mitarbeiter in seinem Büro nahe des Frankfurter Hauptbahnhofes überlegen, welches Verkehrsmittel er für diese Reise nutzt: Er wird die Bahn nehmen. Nicht immer ist die Entscheidung so einfach. Schon der Standort eines Unternehmens spielt für ein intelligentes Mobilitätskonzept eine wichtige Rolle. Wer vor seiner Unternehmenstür auf ein gutes Angebot an Bahnverbindungen und Fernbuslinien oder sogar auf einen Flughafen zurückgreifen kann, ist nicht zwingend auf einen eigenen Fuhrpark angewiesen. Unternehmen mit Sitz in einem ländlichen Dorf ohne Bahnhof dagegen schon.

Anreiz für Mitarbeiter

Neben dem Kriterium Standort stellt sich die Frage nach dem Zweck einer Firmenflotte, bevor Unternehmen in einen eigenen Fuhrpark investieren. Erfüllen einige der Firmenwagen auch repräsentative Zwecke? Welche Bedürfnisse bestehen tatsächlich innerhalb des Unternehmens? Geht es bei der Einrichtung des unternehmenseigenen Fuhrparks zugleich um einen Anreiz für potenzielle neue Mitarbeiter? Mitunter entscheidet auch schon ein Blick auf das Unternehmensprofil über den Aufbau einer eigenen Flotte. „Für viele Unternehmen, die regelmäßig Personen befördern oder Waren transportieren müssen, sind Firmenwagen unverzichtbar“, weiß Michael Müller-Görnert, Referent für Verkehrspolitik beim ökologischen Verkehrsclub vcd.

Antriebsart ist zu klären

Ist die Entscheidung für die Errichtung einer eigenen Flotte gefallen, sollte anschließend der Bedarf genau analysiert werden. Wird das Fahrzeug überwiegend in der Stadt oder auf der Autobahn unterwegs sein? Zusätzlich entscheidet die tägliche Fahrleistung über die Größe eines Fahrzeuges und den geeignetsten Antrieb. „Sparsame Benziner oder Alternativen wie Erdgas und Hybrid sind im Vergleich zu einem Diesel oft die bessere Wahl“, erklärt Michael Müller-Görnert. Nicht immer muss übrigens ein Wagen aus dem eigenen Fuhrpark zum Einsatz kommen. Bei Auftragsspitzen oder einmaligen speziellen Transportbedürfnissen sind Mietwagen oder die Möglichkeit des Carsharings die deutlich günstigere Alternative.