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Fokusinterview

„ICT schafft Basis für neue Wertschöpfungsprozesse“

Von T-Systems International GmbH · 2014

Reinhold Wiesenfarth, Vice President Portfolio Telecommunications und Dr. Hartmut Wittig, Vice President Portfolio IT, beide Mitglied des Managements von T-Systems, werfen in einem Gespräch einen tiefen Blick in die nahe Zukunft der Unternehmens-IT. Dabei wird deutlich, wo die Weichen am Standort Deutschland gestellt werden.

Welche umwälzenden Wandlungsprozesse sehen Sie, die aktuell auf die Unternehmen einwirken?

Dr. Wittig: Die rasant fortschreitende Digitalisierung hierzulande führt in der Konsequenz in ein Zeitalter, in dem Konsumenten und Anwender eine deutlich höhere Macht haben. Für die Unternehmen bedeutet das, neue und wesentlich schnellere Businessprozesse zu kreieren, die noch viel mehr Nähe zum Kunden erfordern als bisher. Wir nennen dieses Prinzip „Zero Distance“.

Haben Sie Beispiele aus der Wirtschaft, wie sich diese Trends zeigen?

Wiesenfarth: Generell sind Unternehmen gefährdet, die nach wie vor auf sehr traditionelle Art ihr Geschäft betreiben, während das Kundenverhalten oder Prozessabläufe deutlich digitaler geworden sind. Dazu gehören etablierte Versandhändler, wenn sie nicht umsteuern, zum Beispiel Neckermann. Während der eine von der Evolution überholt wird, zeigen zugleich andere Beispiele, wie Kundennähe das Wachstum beschleunigt: Zalando. Unternehmen und ganze Branchen stehen massiv unter Druck, diesen dynamischen Wandel mitzugehen. So verändert die Traditionsbranche des Einzelhandels beispielsweise sein Geschäftsmodell, das immer digitaler wird. Auch klassische Wirtschaftsbereiche wie die Agrarproduktion verwenden Machine-to-Machine Technologie beispielsweise für „Precision Farming“.

Erkennen Sie ein Muster hinter diesen Trends?

Dr. Wittig: Ja, ein neues Verständnis ist entstanden, das die Beziehung vom Hersteller zum Händler und weiter zum Konsumenten neu definiert. Damit wächst die IT eines Unternehmens in eine zentrale Rolle. Sie schafft die Basis, mit der Unternehmer näher an den Konsumenten rücken und ihn immer besser kennen lernen, eine bessere Vernetzung über den gesamten Wertschöpfungsprozess erfolgt. Es entstehen neue Anforderungen an die Datenverarbeitung, an die Geschwindigkeit und die Flexibilität der Geschäftsprozesse und damit zugleich an die ICT-Infrastruktur, die sie unterstützt. Mit Entscheidungsprozessen und Interaktion in Echtzeit wird die ICT ein geschäftskritischer Faktor. Und die oft wild und heterogen gewachsenen Strukturen gilt es zu transformieren, also fit für die wichtigen, neuen Aufgaben zu machen.

Was für Transformationen stellen Sie sich vor?

Wiesenfarth: Im ersten Schritt benötigen IT-abhängige Prozesse ein zukunftsfähiges, leistungsfähiges und adaptives IP-basiertes Netz. Früher fand zum Beispiel Sprachkommunikation in einem separaten Telefonnetz statt. Heute ist sie längst als Applikation Teil eines Gesamtsystems geworden. Ob innerbetrieblich oder an der Schnittstelle zum Kunden oder Partnern, die Kommunikation muss vernetzbar und sicher sein. Wenn IT und Kommunikation ineinander greifen und Abläufe für Kunden und Mitarbeiter einfacher und schneller machen, sprechen wir von einem Communications-Enabled Business Process, CEBP.

Welchen weiteren Schritt gibt es?

Dr. Wittig: im nächsten Schritt sind dynamische, kurzfristig skalierbare IT-Dienste unerlässlich, um Kunden- und Mitarbeiterbedürfnisse zu befriedigen. Cloud und Netz atmen mit den Anforderungen mit. Dazu müssen Funktionen überall netzbasiert bereit stehen. Lokale, uneinheitliche Dienste und starre Kapazitäten funktionieren in der heutigen Welt nicht. Interoperabilität, Skalierbarkeit und Zentralität lassen sich nur über die Cloud umsetzen. Es gibt noch einen zweiten Treiber: die Endgerätewelt – auf Kundenseite und auch im Unternehmen – wächst, ist schnelllebig und vielfältig. Das spricht auch für zentral bereit gestellte Dienste. Aber: Die absolute Zuverlässigkeit des Cloud-Systems ist eine selbstverständliche Voraussetzung.

Stichwort Zuverlässigkeit: Wie sehen Sie die Security in der Cloud?

Wiesenfarth: Hier kommen wir zum dritten wichtigen Aspekt: Wir sehen für die Cloud einen besonderen Ansatz im Unternehmen. Das Umfeld der Public Cloud (Internet) findet sich im Bereich der unkritischen Dienste wieder. Dagegen bedienen sich Unternehmen mit ihren sensiblen Diensten aus gemanagten Private Clouds mit hohem Sicherheitsstandard, was den Betrieb aber auch die Zugriffstechnologien betrifft. Kurz gesagt: Internet-Daten sind immer ein Fall für die Public Cloud, Geschäftsdaten gehören in eine Private Cloud. Der Kunde wählt zwischen preiswerter Cloud Connectivity mit einfachem Qualitätsstandard oder hochwertiger, privater Connectivity für optimale IT-Performance und Sicherheit.

Wie nützt das konkret dem Kerngeschäft?

Dr. Wittig: Die gerade beschriebenen drei strategischen Schritte bieten die infrastrukturelle Voraussetzung, egal um welche Unternehmensgrößen es geht. Auf diese stabile Plattform setzen die Geschäftsprozesse auf. Zwei Mehrwerte entstehen, wenn Plattformen gut aufgesetzt ist: Zum einen Integrierbarkeit – Abläufe werden intern wie extern kollaborativer und kommunikativer, ohne Medienbrüche. So entsteht die eben zitierte Kundennähe, die zu Service-Excellence und schließlich zu Markenbindung führt. Zum anderen schafft sie aber auch die Freiheit, Kreatives auszuprobieren, um Marktanteile zu erobern. Wenn ich ein neues Businessmodell einführe, aber nicht weiß, wie schnell es sich entwickelt und skalieren muss, kann ich die nötigen Rechenleistungen cloud-basiert mit Hilfe zuverlässiger Provider abbilden – sicher, aber ohne große initiale Investments. Kapitalbindung und unternehmerisches Risiko werden auf IT-Seite minimiert.

Wie bewerten Sie den Standort Deutschland vor dem Hintergrund dieser IT-basierten Geschäftsprozesse und -Modelle?

Wiesenfarth: Grundvoraussetzung für jeden Wirtschafts- und Industriestandort ist die optimale Netzinfrastrukturanbindung. Diese ist hierzulande voll digital, hoch verfügbar und punktet mit hohem Datenschutzniveau. Es existieren kompetente Provider, die ihre Dienste auf Basis deutscher Standards bereitstellen. Mit einem technologischen Wissensvorsprung in hierzulande üblicher Tradition kann sie dafür sorgen, dass IT sich weiter dynamisch entwickelt. Deutschlands Wettbewerbsstärke setzt Qualität vor den Preis. Kreative, sich neu erfindende Geschäftsmodelle und eine transformierte ICT-Infrastruktur darunter gehen Hand in Hand. Und deutsche Unternehmen haben hierzulande sehr gute Voraussetzungen, um am Ende damit auch global wettbewerbsfähig zu sein.

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