Standorte

Mit der Zeit gehen

Von Alexandra Grossmann · 2017

Deutschland, Österreich und die Schweiz sind als Standorte gut aufgestellt. Sie gelten als sicher und innovativ, doch hohe Steuern und Löhne schrecken auch ab. Das Gefälle zwischen Land und Städten vertieft sich weiter. Der Süden Deutschlands bleibt an der Spitze, in allen drei Ländern haben sich Cluster als Erfolgsmodell etabliert.

Die deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung der Bundesregierung 2017 weiter wachsen: Mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BPI) von 1,4 Prozent liege es unter dem Wert von 2016 mit 1,9 Prozent, doch insgesamt setze sich der Wachstumstrend weiter fort und die Wirtschaft befinde sich in einer sehr guten Verfassung. Dies sagte der im Januar amtierende Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). Ein positiver Befund, doch zeichnet sich im Bundesgebiet ein starkes Gefälle ab.

Während der Süden des Landes boomt, wächst die Kluft zu den ärmeren Standorten im Norden, Osten und Westen. Die schwächeren Regionen hätten nicht aufgeholt, heißt es im Prognos Zukunftsatlas 2016. Keine neuen Erkenntnisse, doch die Unterschiede verfestigen sich. Süddeutschland hänge den Rest des Landes ab, befindet das Schweizer Wirtschaftsinstitut: „Starke Industrieunternehmen und Dienstleistungen konzentrieren sich auf Bayern, Baden-Württemberg und Hessen und dort vor allem auf die Metropolen“. Im Norden seien Wolfsburg und Hamburg, in Nordrhein-Westfalen mit Düsseldorf unter den Top 25 des Rankings, heißt es in der Studie. 

Welches Land ist hinsichtlich der Attraktivität für Investoren der wesentliche Wettbewerber Deutschlands? Quelle: EY, 2015