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Gastbeitrag

Näher am Kunden: Nachhaltigkeit ist Service

Von Hermes Logistik Gruppe Deutschland · 2014

Bei der Nachhaltigkeit ist Deutschland Spitze. Der Kunde will sie (sofern sie nichts kostet), der Handel schafft die Trends – und die Paketdienste bieten die dafür benötigten Services. Aber gerade in der City Logistik gibt es Optimierungsbedarf, weiß Claudia Schanz, CR-Beauftragte der Hermes Gruppe. Sie appelliert an die Branche, im Interesse der Kunden mehr Vernetzung und damit Nachhaltigkeit zu wagen.

Der E-Commerce hat immer Hochsaison. Denn er ist 24 Stunden, rund um den Globus Realität. Die Logistik, als General-Dienstleister und damit „Enabler“ des Handels, schafft dafür die Voraussetzungen. Weltweit vernetzt, machen die Transporteure den E-Commerce und das daraus entstehende Wachstum erst möglich. Die gesellschaftliche Anerkennung für diese Spitzenleistung ist gering, die Ansprüche dagegen exorbitant: Logistik soll immer schneller, möglichst kostenfrei – und jetzt auch noch grün sein. Wie soll das funktionieren?

Besonders deutlich wird dieser Spagat beim Thema Nachhaltigkeit, zumal im Kontext der Beschleunigung im Handel. „Same Day Delivery“ (SDD), also taggleiche Zustellung, heißt der jüngste Trend. Er soll das Shoppen im Netz endgültig zum Live-Erlebnis machen. Was einerseits als Indiz für einen echten Käufermarkt (der Kunde ist König) gewertet werden kann, veranlasst jedoch auch Kritik, was die sozialen und ökologischen Auswirkungen betrifft.

Denn „Same Day“ ist faktisch eine Kurierleistung – und die hat ihren Preis. 20 bis 40 Euro pro Auftrag scheinen realistisch, da der Turbo-Service Stand heute weder reibungslos in die Abläufe der Paketdienste passt, noch durch den Handel optimal bedient werden kann. Und: Maximal jeder Zehnte wünscht eine taggleiche Zustellung. Nur wenige, extrem online-affine Kunden sind für ein „Must have“ auch bereit, die Zeche zu zahlen. Für die überwiegende Mehrheit dagegen ist die Zustellung innerhalb von zwei bis drei Tagen völlig ausreichend.

Das Thema, über das diskutiert werden sollte, ist also weniger Schnelligkeit, sondern Präzision. Es geht im Kern darum, den Kunden beim ersten Zustellversuch anzutreffen – das ist effizient. Alternative Angebote, wie zum Beispiel PaketShops, oder die Auswahl von Zeitfenstern, tragen dazu bei. Kontraproduktiv sind hingegen Vorstöße einzelner Anbieter, exklusive, im Wettbewerb nicht kompatible Paketkästen beim Empfänger zu bewerben. Vielmehr muss das Ziel der Branche sein, sich im Interesse ihrer Kunden stärker zu vernetzen und zum Beispiel in der City Logistik konsensfähige Lösungen zu finden. Bislang ohne erkennbare Lobby, müssen die KEP-Dienste mehr politisches Gewicht erhalten – zum Beispiel als kooperativer Partner der Städte und Gemeinden. Der Austausch zu aktuellen Fragestellungen ist dafür ein erster Schritt. Warum werden zum Beispiel nicht die Busspuren im öffentlichen Nahverkehr für den elektrisch mobilen Paketversand geöffnet, der im Interesse der Allgemeinheit erprobt wird? Was spricht dagegen, städtische Flächen für diskriminierungsfreie, öffentlich zugängliche Paketsysteme zu nutzen? Die Logistik ist zum Dialog bereit und verdient es, dass ihre Vorschläge gehört und umgesetzt werden. Denn: Sie handelt nicht zum Selbstzweck, sondern immer im Auftrag. Das Schaffen guter, zukunftsfähiger Lösungen für den Handel erfolgt also im öffentlichen Interesse. Und Nachhaltigkeit ist schließlich die Politik der kleinen, stetigen Schritte.

1 MRU, ECC 2013.

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