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Interview

​„Wachstumschancen für Region und erneuerbare Energien“

Von EnBW Energie Baden-Württemberg AG · 2014

Die EnBW bekennt sich mit ihrer Unternehmensstrategie „EnBW 2020“ klar zur Energiewende und will ihren Anteil an den Erneuerbaren verdreifachen. Doch was treibt das Unternehmen mit der Heimat im Namen in den Norden und Osten des Landes? Fragen, die Dirk Güsewell klärt. Er verantwortet als Leiter der Geschäftseinheit Erzeugung Portfolioentwicklung den Windkraftausbau der EnBW.

Die EnBW will bis 2020 den Anteil der erneuerbaren Energien verdreifachen. Welche Rolle spielen dabei Partnerschaften?

Wir arbeiten seit Jahren sehr erfolgreich auf unterschiedlichen Ebenen mit Partnern zusammen. In Söllenthin in Brandenburg haben wir drei Windenergieanlagen von PNE Wind AG erworben und damit einen eigenen Standort mit fünf Anlagen erweitert. Wir erwerben jedoch nicht nur fertige Projekte, sondern entwickeln auch neue. Erst im September haben wir mit Energiekontor einen Kooperationsvertrag geschlossen. Denn die Zusammenarbeit mit einem regional gut vernetzten und erfahrenen Unternehmen ermöglicht es uns, auch außerhalb unseres Stammlandes Baden-Württemberg die Energiewende voranzutreiben.

Die EnBW ist ein „Energieriese“ mit 20.000 Mitarbeitern. Wie muss sich ein lokales Unternehmen die Zusammenarbeit vorstellen?

Die EnBW mag in der Größe ein Konzern sein, im Handeln vergleichen wir uns aber lieber mit einem Mittelständler. Unser 40-köpfiges Team besteht aus den unterschiedlichsten Spezialisten. Wir stehen dem Flächeneigentümer, der Gemeindeverwaltung, den Bürgern und allen anderen Kooperationspartnern in jeder Phase zur Seite. Ganz gleich, ob es um die wissenschaftliche Vorarbeit, rechtliche Fragen oder die handfeste Arbeit am Bau geht: Jedes Projekt wird präzise auf die individuellen Voraussetzungen zugeschnitten.

Nehmen wir an, eine Gemeinde oder Stadtwerk möchte mit Ihnen einen Windpark bauen. In welchen Etappen kommt sie zum Ziel?

Mit dem Team „Projektentwicklung“ fängt alles an. Es sucht und pachtet Standorte, berät Gemeinden und Kooperationspartner, gibt Gutachten in Auftrag und holt Genehmigungen ein. Darüber hinaus erstellen unsere Mitarbeiter Ertragsprognosen, Turbinenexperten wählen die richtige Windkraftanlage aus und betreuen die Ausschreibungen. Liegt die Genehmigung vor, kümmert sich unsere Bauabteilung um die Leitung der Baumaßnahmen. Stehen die Windkraftanlagen, geht die Verantwortung auf unser erfahrenes Betriebsteam über. Eigene Mitarbeiter betreiben die Anlagen über die gesamte Lebensdauer von rund 25 Jahren und organisieren anschließend auch ihren Rückbau.

Ein Rundum-Sorglos-Paket also. Ihr Engagement ist mit dem Bau einer Anlage und ihrer Inbetriebnahme also nicht abgeschlossen?

Unser Engagement in Ostdeutschland ist langfristig angelegt. Wir wollen die Anlagen nicht nur bauen, wir wollen sie auch betreiben und bleiben der Region als Ansprechpartner vor Ort erhalten. Dass wir das ernst meinen, sehen Sie an unseren Offshore-Windparks EnBW Baltic 1 und 2: Für ihren Betrieb haben wir in Barhöft, in der Nähe von Sassnitz, eine ehemalige Kaserne zur Servicestation umgebaut und X Arbeitsplätze geschaffen. Auch für den Betrieb weiterer Anlagen werden wir Servicestützpunkte bauen und Beschäftigung bieten.

So viel von den Vorteilen für Gemeinden. Aber warum sollte sich kleinerer Projektierer für eine Zusammenarbeit mit der EnBW entscheiden?

Dass die EnBW ein erfahrener und verlässlicher Partner ist, hatte ich am Beispiel der Gemeinde schon aufgezeigt. Das ist aber auch für Projektierer wichtig. Als Partner steigen wir nämlich nicht nur mit unserer Fachexpertise vollumfänglich ein. Wir beteiligen uns auch an der Finanzierung und mildern finanzielle Risiken, die gerade für kleinere Projektierer schnell bedrohlich werden können. Gleichzeitig sind wir Abnehmer für fertig entwickelte Projekte. Sie sehen, eine Partnerschaft mit der EnBW hat viele Gesichter. Wer erneuerbare Energien ausbauen möchte, hat in uns den richtigen Partner. Fragen, wie eine Kooperation im Detail aussehen könnte, klären sich am besten im Dialog.

Kontakt

EnBW Energie Baden-Württemberg AG
Durlacher Allee 93
76131 Karlsruhe
E-Mail: kontakt@enbw.com
Web: www.enbw.com