BGM-Maßnahmen

Gesundheit ist Managementaufgabe

Von Thomas Schulze · 2022

Nicht erst seit dem Aufkommen des COVID-19-Virus steht Gesundheit hoch im Kurs. Aber Corona hat die Sinne noch einmal geschärft – und das auch in der Wirtschaft, denn die Gesundheit der Belegschaft ist das wichtigste Vermögen eines Unternehmens. Immer mehr Betriebe erkennen das und etablieren ein „Betriebliches Gesundheitsmanagement“.

Die Belegschaft eines Unternehmens macht im Büro Dehnübungen.
Fit am Arbeitsplatz. Foto: iStock / skynesher

Ein Betriebliches Gesundheitsmanagement, kurz BGM, schafft systematisch und nachhaltig gesundheitsförderliche Strukturen und Prozesse in Unternehmen. Zentrales Ziel ist es, ein Arbeitsumfeld für die Beschäftigten einzurichten, an dem sie ihre Arbeits- und Leistungsfähigkeit beibehalten, im Optimalfall sogar verbessern können. Mit im Vordergrund steht dabei die Resilienz der Beschäftigten, also deren Belastungs- und Widerstandsfähigkeit gegen Stresssituationen, zu verbessern. Der Nutzen soll so unmittelbar die Beschäftigten und die gesamte Organisation erreichen.

Mehr als nur gesunde Mitarbeiter

Die Vorteile eines ausgeklügelten Gesundheitsmanagements liegen auf der Hand, denn ein gesundheitsorientiertes Unternehmen fördert die Zufriedenheit der Belegschaft und die Produktivität ebenso wie die Identifikation des Personals mit dem Unternehmen selbst. Auch Kunden achten immer häufiger darauf, wie nachhaltig ein Betrieb aufgestellt ist und die Gesundheit seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Auge hat. Damit ein BGM aber erfolgreich sein kann, muss es strategisch und systematisch aufgebaut sein. Im Optimalfall umfasst der Managementansatz vier Phasen: Strategie, Analyse, Umsetzung und Evaluation. Da die Etablierung eines effektiven Gesundheitsmanagements eine funktionsübergreifende Aufgabe ist, empfiehlt es sich, sämtliche planerischen Aktivitäten wie die Wahl der Handlungsfelder und das Festlegen der Ziele und Maßnahmen in einem „Arbeitskreis Gesundheit“ zu entwickeln. Diesem Kreis gehören Vertreter aller relevanten Abteilungen an.

Ziele und Standards für BGM-Maßnahmen setzen

Der Kreis bringt zunächst eine BGM-Strategie auf den Weg, die auf das Unternehmen zugeschnitten ist. Zudem werden Ziele und Standards für das Gesundheitsmanagement gesetzt. Daran schließt sich die Analyse und Bewertung des Ist-Zustands an. Dazu gehören Fehlzeitenanalysen, Gefährdungsbeurteilungen und auch Mitarbeiterbefragungen. Nach der Analyse beginnt möglichst zeitnah die Umsetzung und Etablierung des BGM, denn erst mit direkten Maßnahmen können sicht- und messbare Erfolge erzielt werden. Die fortlaufende Evaluierung der Maßnahmen rundet das BGM ab, denn nur durch eine möglichst kontinuierliche Bewertung lassen sich Verbesserungen und weitere Handlungsfelder identifizieren.

Wussten Sie...

... dass im vergangen Jahr jeder Angestellte umgerechnet circa 2,5 Tage aufgrund von Rückenbeschwerden an seinem Arbeitsplatz gefehlt hat?
... dass Betriebliches Gesundheitsmanagement bei Beschwerden und Erkrankungen vorbeugt und gleichzeitig die Arbeitszufriedenheit und -effizienz verbessert?
... dass sich zufriedene Mitarbeiter besser mit ihrem Unternehmen identifizieren und über ihre Benefits sprechen? Dies steigert das Unternehmensimage und die Beschäftigungsattraktivität.

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