Berufliche Weiterbildung

Die Digitalisierung meistern

Von Wolfgang Zügel · 2020

Welche Schritte sind erforderlich, um einen Betrieb erfolgreich zum Unternehmen 4.0 zu entwickeln? Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) hat einen Wegweiser zur Entwicklung des Betriebs 4.0 aufgelegt. Er zeigt, wie Unternehmen die Digitalisierung vorantreiben und dabei die Mitarbeiter mitnehmen und weiterbilden können.

Frau, die am Laptop sitzt, von abstrakten Darstellungen umgeben
Foto: iStock/metamorworks

Zunächst gilt es, die eigene Situation zu analysieren und Ziele zu formulieren, wohin die Entwicklung gehen soll. Dazu gehört aber auch eine schonungslose Betrachtung, ob die Digitalisierung noch in den Anfängen steckt oder wie weit sie bereits entwickelt ist. Und auch, was sie den eigenen Kunden nutzt und wie die Konkurrenz vorgeht.

Berufliche Weiterbildung im Fokus

Veränderungen im Unternehmen können bei den Mitarbeitern – genauso aber auch bei Führungskräften – Ängste auslösen. Eine Art Gegenmittel ist eine transparente und überzeugende Strategie. Mit ihr können die Menschen für den digitalen Wandel gewonnen werden, insbesondere dann, wenn den Mitarbeitern Entwicklungsperspektiven aufgezeigt werden. Dies führt dazu, dass sie sich eingebunden fühlen. Unterstützung in diesem Prozess gibt es beim „Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum“ des BMWI

Entscheidend ist die Weiterbildung der Mitarbeiter: Es gilt die Lernkultur im Unternehmen zu fördern und die Potenziale von E-Learning für die digitale Ausgestaltung der betrieblichen Aus- und Weiterbildung zu nutzen. Der Prozess der Transformation bedarf der Dokumentation und die Fortschritte müssen laufend überprüft werden, damit rechtzeitig nachgebessert werden kann.

Praxisleitfaden für Qualifizierung

Unterstützung gibt es auch durch den Bitkom, den Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien. Der Verband hat einen Praxisleitfaden vorgelegt, der Erkenntnisse zusammenfasst und sich im Wesentlichen an Mitarbeiter der Personalverwaltung und an betriebliche Ausbilder wendet. Er soll Unternehmen helfen, die Qualifizierungstätigkeiten im digitalen Wandel an die künftigen Herausforderungen anzupassen.

Auch die Ministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, betonte jüngst die Bedeutung der Qualifikation: „Die Berufliche Bildung ist das Fundament unserer Wirtschaft, unseres Arbeitsmarktes und der Startpunkt zahlreicher erfolgreicher Karrieren. Damit das so bleibt, brauchen wir mehr Innovation in der beruflichen Bildung.

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