Swiss made

Eidgenossen auf Innovationskurs

Von Nico Eisenkrämer · 2019

Unter den Ländern mit den besten Rahmenbedingungen für Unternehmen belegt die Schweiz gemäß dem Global Entrepreneurship Development Index Platz zwei. Für den Standort sprechen vor allem die gute Stellung in puncto Technologie und Innovation, eine stabile Infrastruktur sowie ein hoher Bildungs- und Lebensstandard.

Berner Uhrenturm mit einer Schweizer Flagge im Vordergrund.
Schweizer Uhren sind weltbekannt und stehen für beste Qualität. Foto: iStock/RossHelen

Das Prädikat „Made in Switzerland“ zeichnet Produkte als exklusiv, präzise und fortschrittlich aus. Ein gutes Beispiel sind Schweizer Uhren, die nach einer Erhebung der Eidgenössischen Zollverwaltung rund neun Prozent des gesamten Exportvolumens des Landes – das sind immerhin rund 200 Milliarden Euro – ausmachen. Doch mittlerweile hat die Schweiz auch noch viel mehr zu bieten als dieses Traditionserzeugnis. Die Organisation Switzerland Global Enterprise nennt in ihrem 2018 herausgegebenen „Handbuch für Investoren“ Innovationsfähigkeit, hochqualifizierte Arbeitskräfte und erstklassige Zentren für Forschung und Entwicklung als die Grundbausteine des heutigen Fortschritts. Weitere Faktoren für die Produktivität der Wirtschaft seien der Einsatz neuester Technologien und ein unternehmerfreundliches Klima. Wirtschaftliche und politische Stabilität, eine zuverlässige Infrastruktur sowie eine hohe Lebensqualität sichern die Investitionen im Lande ab.

Swiss made – Vorsprung durch Forschung

Gemäß dem Handbuch investiert die Schweiz mehr als drei Prozent ihres Bruttoinlandproduktes in Forschung und Entwicklung. Insgesamt 60 Universitäten und Hochschulen sind eng mit internationalen Forschungsgemeinschaften vernetzt und sorgen für einen Wissens- und Technologietransfer in die Industrie. Sie fördern innovative Start-ups und gründen leistungsfähige Spin-offs. Mittlerweile ist knapp die Hälfte der Angestellten in der Schweiz in wissensintensiven Bereichen beschäftigt. Die Innovationsfähigkeit des Landes spiegelt sich auch in der Patentstatistik wider. Mit mehr als 7.000 angemeldeten Patenten pro Jahr ist die Schweiz im Pro-Kopf-Vergleich mit anderen Ländern die Nummer eins. 

Schweizer sind hoch qualifiziert

In Bezug auf Gründermentalität haben die Eidgenossen ebenfalls etwas zu bieten: Im Jahr 2018 wurden laut Handelsregister 43.174 neue Unternehmen aus der Taufe gehoben. Von ihnen bestanden nach zwölf Monaten im Durchschnitt noch 83 Prozent, hat das Bundesamt für Statistik ermittelt. Dass in der Schweiz sehr viel gut geschultes Personal vorhanden ist, liegt laut Switzerland Global Enterprise unter anderem am dualen Bildungssystem. Arbeitnehmer in der Schweiz haben zudem sehr gute Sprachkenntnisse – nicht zuletzt, weil mit Deutsch, Französisch und Italienisch gleich drei Landessprachen eine hohe Bedeutung haben und auch die Fremdsprache Englisch meist gut bis sehr gut beherrscht wird. Da es zudem viele qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland in die Schweiz zieht, besteht derzeit nach Angaben des Wirtschaftsverbandes Economiesuisse noch kein Problem, die durchschnittlich 100 Stellen, die täglich in der Schweiz entstehen, zu besetzen.

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