Soziale Nachhaltigkeit

Fairness in Unternehmen leben

Von Karl-Heinz Möller · 2021

Ziel nachhaltiger Geschäftsprozesse sollte sein, nicht allein die ökonomische, sondern auch die ökologische Effizienz des Unternehmens langfristig zu verbessern. Ansatzpunkte liefern drei unterschiedliche Aspekte: Ökonomie, Ökologie und Soziales.

Zwei Kolleginnen begrüßen sich corona-konform mit den Ellenbogen
Das „S“ in ESG steht für die Bewertung von Investments anhand sozialer und gesellschaftlicher Aspekte. Foto: iStock / fizkes

Ein kleines Virus macht deutlich, welche Konsequenzen die Vernetzung von Produktion und die damit verbundenen Lieferketten auf das tägliche Leben haben. Für Unternehmen ist nur ökonomisch betrachtet die Balance zwischen Kosten und Nutzen eine Frage zwischen Gewinn und Verlust. Die entscheidende Dimension nach Kriterien der Nachhaltigkeit ist, unter welchen Bedingungen die Prozesse ablaufen.

Rollenverteilung und Verantwortung gerecht abwägen 

Die Einhaltung von Arbeitsrechten, Sozialstandards und Gesundheitsschutz der Mitarbeiter:innen sind in der Abwägung von großer Bedeutung. Erst ein geregeltes Einkommen sichert die Existenz und ermöglicht die materielle, aber auch soziale und kulturelle Teilhabe. Ein gesunder und zufriedener Arbeitnehmer wird mit einer höheren Motivation seine Arbeit verrichten – übertragen wäre dies ein ordentliches Plus auf der Habenseite. Nachhaltigkeit ermöglicht erst das Funktionieren einer stabilen Gesellschaft mit Partizipation am ökonomischen Erfolg und ein Teil menschlicher Würde. Darüber hinaus gewährleisten Arbeits- und Menschenrechte über Generationen hinaus ein Fundament für gesellschaftlichen Fortschritt.

Soziale Nachhaltigkeit: Bewusstsein auf die Realität fokussieren 

Der Blick über den Zaun muss in einer globalen Welt weit über die nationalen Grenzen reichen. Treffender als in der Corona-Epidemie kann es nicht aufgezeigt werden. In den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen ist die soziale Nachhaltigkeit weltweit verankert. Die Vorgaben zielen darauf ab, Armut und Hunger überall auf der Welt zu beenden, Ungleichheiten in und zwischen Ländern zu bekämpfen, Menschenrechte für alle zu verwirklichen und Geschlechtergleichstellung und Selbstbestimmung aller Frauen und Mädchen zu erreichen. Es garantiert Ihnen geregelte Arbeitsbedingungen und ein Verbot von Diskriminierung und ausbeuterischer Kinderarbeit. Nur Fairtrade ist wirklich fair. Wertschöpfungsketten reichen von der Rohstoffproduktion über die Erstellung des eigentlichen Produkts oder der Dienstleistung bis hin zum Recycling nach der Nutzung. Teile dieser Ereignisse finden außerhalb der Kontrolle des Unternehmens statt. Im Sinne von Nachhaltigkeit gilt es, auch dafür die volle Verantwortung zu übernehmen. Entwicklungen von Produkten als Chance eines ökologischen Prozesses im Kontext einer Kreislaufwirtschaft anzusehen, führen zum Gewinn für Unternehmen, Gesellschaft und Umwelt. 

Quellen:
www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de
www.unric.org/de​

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