Klimapolitik durch Unternehmen

Wie Unternehmen grüner werden wollen

Von Pia Wegener · 2022

Die Klimakrise und ihre Auswirkungen sind heute allgegenwärtig. Auch in der Arbeitswelt stehen Nachhaltigkeit und Umweltschutz verstärkt im Fokus – nicht zuletzt als Verkaufsargument. Unternehmen, die eine Vorreiterrolle einnehmen und gleichzeitig ihre Prozesse optimieren wollen, setzen deshalb auf digitale Helfer und grüne Produkte.

Eine Frau hält zum Thema Nachhaltigkeit einen Vortrag.
Foto: iStock / SeventyFour

Klimaschutz ist Pflicht: Aus diesem Grund wollen nun 69 deutsche Großkonzerne die Politik in die Verantwortung nehmen, die Klimaziele konsequent durchzusetzen. Nicht weniger als einen „klaren, verlässlichen und planbaren Pfad zur Klimaneutralität" fordern die Konzerne von der neuen Ampelkoalition. Unternehmen wie die Otto Group, Aldi, Aida und die Deutsche Telekom wollen, dass sich die Politik in Zukunft stärker für die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens einsetzt. Sie selbst hätten die Dringlichkeit der Situation bereits erkannt, es brauche aber auch einen politischen Rahmen, um Emissionen zu reduzieren und das Klimaziel zu erreichen, so der Tenor.

Klimapolitik durch Unternehmen: Digitale Helfer beim Thema Klimaschutz

Tatsächlich hat sich bei vielen Großunternehmen in den vergangenen Jahren bereits ein Umdenken in Sachen Klimaschutz vollzogen. Nachhaltigkeit berührt dabei jeden Aspekt der Aktivitäten eines Unternehmens: Angefangen beim Geschäftsmodell über die Produktion bis hin zur Entsorgung der Produkte am Ende des Lebenszyklus.

Quelle: Microsoft, CIVEY, 2021

Unternehmen, die sich ihrer sozialen Verantwortung stellen, bedienen sich häufig digitaler Hilfen. Diese sind im besten Fall ebenfalls nachhaltig, helfen Ressourcen zu schonen und senken die Produktionskosten. Energieeffiziente Software, nachhaltiges Personalmanagement und eine grüne Gebäudetechnologie sind Best-Practice-Beispiele, die in vielen Großunternehmen schon heute angewendet werden. Einige von ihnen setzen darüber hinaus auf plastikfreie Verpackungen, Systeme, die Lieferketten automatisch optimieren, oder Energiemanagement-Plattformen, die ihre Kohlenstoffemissionen messen. Neben dem Mehrwert für die Umwelt profitieren die Unternehmen auch finanziell von den Umstellungen, optimieren sie doch ihre eigenen Prozesse.

Grüne Büros

Was für Großkonzerne gilt, steht auch für viele kleine Unternehmen auf der Agenda. Die Konzepte für mehr Nachhaltigkeit reichen gerade bei Start-ups vom papierlosen Arbeiten über den Wechsel des Stromanbieters für mehr Ökostrom bis hin zum Verzicht auf dienstliche Flugreisen. Der Begriff des „Green Office“, also des grünen Büros, umfasst auch eine nachhaltige Gestaltung und Einrichtung des Büros, ebenso wie die Nutzung grüner IT-Software. Unternehmen, die sich nachhaltiger aufstellen wollen, werden dabei in einigen Fällen von öffentlichen Institutionen und der Regierung unterstützt. Noch gibt es hier aber Nachholbedarf. Ob sich die Politik in Zukunft noch stärker für die Belange nachhaltiger Unternehmen und eine striktere Umsetzung der Klimaziele einsetzen wird, wird sich zeigen.

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