Energiemix

Erneuerbare gegen Kohle

Von Anna Greafe · 2014

Energie aus Kohle ist zwar vergleichsweise günstig, jedoch auch klimaschädlicher.

Noch halten Braun- und Steinkohle einen großen Anteil am Energiemix. Der Strom, der aus der Steckdose kommt, wird aber mehr und mehr aus erneuerbaren Energien bestehen − fragt sich nur zu welchem Preis.

Die Umstellung von Atom- und Kohlestrom auf erneuerbare Energie ist beschlossene Sache: Bis zum Jahr 2022 soll die Kernenergie aus dem deutschen Energiemix komplett verschwinden − noch liegt ihr Anteil bei etwas mehr als 15 Prozent. Der Anteil der erneuerbaren Energien ist gleichzeitig auf den Rekordwert von 23,4 Prozent gestiegen. Doch auch die fossilen Energien spielen weiterhin eine große Rolle: Braunkohle: 25,8 Prozent, Steinkohle: 19,7 Prozent, Erdgas: 10,5 Prozent. Auf lange Sicht wird sich das ändern, schließlich sollen bis 2050 80 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien kommen.

Umbau geht zügig voran

Bis dahin ist es allerdings noch ein langer Weg: Denn Strom aus erneuerbaren Energien ist noch immer teuer, Kohlestrom vergleichsweise günstig. Um die Strompreise halbwegs stabil zu halten, wird daher weiterhin auf den Steinkohleabbau gesetzt. Wenn dieser ab 2018 nicht mehr gefördert wird, könnte der Import aus dem Ausland boomen.Aber auch das Thema Versorgungssicherheit zögert den Abschied von der Kohle hinaus. Schließlich war stets klar, dass Deutschland zunächst aus der Kernkraft aussteigt und es weiterhin Kohle-Kraftwerke geben muss, um die Schwankungen der erneuerbaren Energien auszugleichen. Eine Dauerlösung kann die Kohleverstromung allerdings wegen des hohen CO2-Ausstoßes nicht bleiben. Ein kleiner Trost ist jedoch, dass moderne Kohlekraftwerke heute wesentlich effizienter produzieren und deutlich weniger Emissionen als ältere Kraftwerke ausstoßen.