Mobiles Arbeiten

Smartphones als Arbeitswerkzeuge

Von Hartmut Schuhmacher · 2016

Mobile Geräte gehören zum Arbeitsalltag.

Wenn Mitarbeiter zu Smartphones oder Tablets greifen, um berufliche Aufgaben zu erledigen, dann führt das zu mehr Produktivität und zu Kosteneinsparungen. Aber auch zu zusätzlichen Herausforderungen für die IT-Abteilung – besonders dann, wenn die Mitarbeiter ihre privaten Geräte verwenden dürfen.

Notebooks, Smartphones, Tablets und Apps haben längst auch die Geschäftswelt erobert. Das Schlagwort dazu lautet „Enterprise-Mobility“ und bezeichnet den Einsatz von mobilen Geräten im Unternehmensalltag. Dadurch sind Mitarbeiter in der Lage, nicht nur an ihrem Schreibtisch auf Unternehmensdaten wie E-Mail, Warenbestände und Kundeninformationen zuzugreifen, sondern auch unterwegs – also beispielsweise im Warenlager oder im Außendienst.
„Der Einsatz von Mobile-Lösungen in Unternehmen wird immer häufiger nicht nur von den Mitarbeitern gewünscht. Auch Führungskräfte haben erkannt, dass durch den Einsatz solcher Lösungen Prozesse erheblich optimiert werden können“, erläutert Taner Kizilok, Leiter der Unit Enterprise Mobility der Fachgruppe Mobile im Bundesverband Digitale Wirtschaft.

Höhere Produktivität

Und tatsächlich sind Enterprise-Mobility-Lösungen nicht technikverliebte Spielereien, sondern bringen handfeste Vorteile mit sich: Das Verwenden von mobilen Geräten führt zu produktiveren Mitarbeitern, einfacherer Zusammenarbeit, effizienteren Geschäftsprozessen und schnelleren Entscheidungen.
Konkret haben beispielsweise in der „Enterprise Mobility Study“ des Marktforschungsinstituts Techconsult 69 Prozent der befragten IT-Verantwortlichen angegeben, Enterprise-Mobility erhöhe die Effizienz der Arbeitsabläufe. 56 Prozent berichteten über eine „gesteigerte Erreichbarkeit“, und 47 Prozent konnten eine Senkung der Kosten feststellen.
Demgegenüber stehen aber auch neue Probleme, die sich durch Enterprise-Mobility ergeben: Die Verwaltung von vielen zusätzlichen Geräten kann für die IT-Abteilung ein Albtraum sein, speziell in Bezug auf die Sicherheit.

BYOD oder CYOD?

Dies gilt in verstärktem Maße, wenn auf den mobilen Geräten unterschiedliche Betriebssysteme zum Einsatz kommen. Eine solche Situation entsteht vor allem dann, wenn Unternehmen es den Mitarbeitern erlauben, ihre privaten Geräte für geschäftliche Aufgaben zu verwenden – nach der Devise „Bring your own device“ (BYOD).
Etwas zügeln lässt sich dieser Wildwuchs durch Befolgen des Konzepts „Choose your own device “ (CYOD), bei dem die Mitarbeiter ein Gerät von ihrem Arbeitgeber gestellt bekommen – dieses Gerät jedoch selbst aus einer Liste freigegebener Geräte­ auswählen dürfen.
Doch egal, ob BYOD oder CYOD: Unabdingbar ist der Einsatz einer leistungsfähigen Enterprise-­Mobility-Management-Lösung (EMM). Solche Lösungen ermöglichen es der IT-Abteilung des Unternehmens unter anderem, auf den mobilen Geräten Apps zu installieren und zu konfigurieren, den Zugriff auf ausgewählte Unternehmensdaten zu gewähren sowie Geräte zu sperren oder zu löschen. Im­ Idealfall ist auch eine Con­tainer-Funktion integriert, die sicherstellt, dass die Unternehmens-IT zwar Zugriff auf die geschäftlichen Daten hat, nicht aber auf die privaten Daten des Anwenders.